Sportangler-Verein von 1923  e.V.
Bayer Dormagen-Zons


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Die Historie des Vereins

Nach Gründung und dem fortschreitenden Ausbau des Werkes Leverkusen der Farbenfabriken vormals Friedrich Bayer & Co. Um die Jahrhundertwende schlossen sich sportbegeisterte Werksangehörige zusammen, woraus sich dann allmählich Werksvereine entwickelten, welche auch bald die Unterstützung des Werkes erfuhren. So wurde schon 1913 auch ein Fischereiverein gegründet, in dem sich die Angelsport ausübenden Werksangehörigen zusammenfanden.

Im Jahre 1916 wurde als weiteres Werk der Farbenfabriken Bayer das Werk Dormagen gegründet, das seine kriegsbedingte Produktion von Sprengstoffen aber mit Ende des ersten Weltkrieges wieder einstellen musste. Betriebfähig blieb allein die Schwefelsäurefabrik.

Ab 1925 wurde die Cellit – Fabrik gebaut und ab 1927 kam die Kunstseide – Fabrik hinzu. Da das Werk Dormagen wie Leverkusen auch direkt am Rhein liegt, war es ganz natürlich, dass sich auch hier bald Freunde des Angelsports zusammentaten um einen Verein zu gründen.

Im März 1923 war es dann soweit, dass sich 13 begeisterte Angler zunächst dem Angelsportverein Leverkusen beitraten und eine Werksgruppe Dormagen bildeten. Der Vorsitzende der Dormagener Gruppe gehörte dem Vorstand des Leverkusener Vereins an und vertrat die Interessen der Dormagener Mitglieder. Das blieb so bis zum Jahre 1955; als es sich als notwendig erwies, den Dormagener Angelsport-Verein selbstständig zu machen. 

Die Namen der 13 Gründungsmitglieder sind heute noch bekannt, es waren die Sportfreunde:
Johann Baum, Roman Czarneki, August Gburek, Josef Krings, Adolf Küppers, Walter Kuhlmann, Peter Lang, Christoph Lukat, Wilhelm Preis, Philipp Schlenertz, Christian Schorn, Anton Siepen und Georg Sürth

Während der gesamten Zeit der Zugehörigkeit zum Leverkusener Verein hat Georg Sürth die Dormagener Gruppe in guten und schwierigen Kriegszeiten mit unermüdlicher Einsatzbereitschaft geführt. Die Zahl der Mitglieder steigerte sich zeitweise auf 76 aktive Angler.

Die Dormagener Angler hatten gute Möglichkeiten zur Ausübung ihres Sports, denn der Rhein lag ja direkt vor ihrer Tür. Die entsprechenden Fischereiberechtigungen wurden vom Verein besorgt. Den Dormagener Anglern stand aber noch ein ca. 4 Hektar großer Baggersee zur Verfügung, der auf dem Werksgelände lag und durch Ausbaggerung von Kies entstanden war. Der Verein nahm sich dieses Gewässers mit besonderer Liebe an. Es wurden Anpflanzungen getätigt, regelmäßig Fische besetzt – hauptsächlich Karpfen, Schleie, Aale, aber auch Rotaugen und Rotfedern – wofür Mittel im Verhältnis zur Zahl der Mitglieder durch den Leverkusener Verein zur Verfügung gestellt wurden. Schließlich wurde die Initiative der Vereinsmitglieder auch eine Schutzhütte errichtet.

Die Mitglieder wurden regelmäßig zu Arbeitsstunden am Gewässer herangezogen und zur Fütterung der Fische, wofür auch Abfälle aus der Werksküche Verwendung fanden. Die Dormagener Angler hatten auch Gelegenheit, in dem großen Gewässer des Leverkusener Vereins – dem “Sonneck“ - zu fischen, wie anderseits die Leverkusener Kollegen auch das Dormagener Gewässer besuchten. Gemeinsame Angelfahrten in die Eifel, nach Schwammenaul, an die Wied oder der Erft und Besuche bei anderen und durch andere Vereine ergaben einen regen Austausch.

Im Allgemeinen wurden zwei- bis dreimal im Jahr Versammlungen zur Besprechung von Vereinsangelegenheiten veranstaltet. Ein festes Vereinslokal bestand zunächst nicht. Für den Fang der Fische bestanden keine Beschränkungen. Die Mitgliedsbeiträge wurden durch das Werk eingezogen. Man kann wohl sagen, dass der Angelsportverein mit der älteste Werksverein in Dormagen war. Bemerkenswert ist sicherlich auch die Tatsache, dass sich in der ganzen langen Zeit kein ernsthafter Unfall zugetragen hat.

Mit dem Ende des 2. Weltkrieges war diese erfreuliche Entwicklung zunächst einmal zu Ende. Die Anlagen am Fischwasser waren zerstört und der Bestand des Vereins ebenso wenig wie das des Werkes Dormagen auch nur einigermaßen gesichert. Nur allmählich besserten sich die Verhältnisse, und auch die Angler fanden sich wieder zusammen. Mit Zuversicht und Optimismus ging Georg Sürth daran, seine Mannen wieder zu sammeln und den Verein neu aufzubauen. Dabei ergab sich der Wunsch, die Werksgruppe Dormagen als selbstständigen Verein zu etablieren, da sich auch die Beziehungen zum Leverkusener Verein gelockert hatten und überdies das Fischwasser “Sonneck“ durch Anlage einer Hauptverkehrsstrasse verloren ging. So kam es zur Neugründung im Jahre 1955.

Seitdem wuchs der Verein von damals ca. 100 Mitgliedern auf heute knapp 500 Mitglieder. Im Juli 1969 erfolgte der Zusammenschluss des Zonser Angelsportvereins mit dem Bayerverein.

Im Laufe der Jahre erweiterten sich die Wasserflächen in Zons auf Grüner See, Martin See und Heide See sowie der Balgheimer See in Delhoven und das Straberger Gewässer auf insgesamt ca. 50 Hektar Wasserfläche, welche der fischereilichen Nutzung zugeführt wurden. Mittlerweile sind durch weitere Auskiesungen die drei ehemals einzelnen Seen in Zons zu einem großen Fischwasser zusammengeführt worden. Auch an den anderen Standorten wie Straberg und Delhoven kam es dadurch zu einer Vergrößerung der Wasserflächen, wobei die zu beangelnden Uferstrecken auf Grund von Laich und Brutschutzzonen weitestgehend gleichgeblieben sind. Der Verein hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur dem Angelsport verschrieben sondern hat die Renaturierungsmaßnahmen an den angepachteten Gewässern und in erheblichem Maße Umweltschutzmaßnahmen, durchgeführt. Im Jahre 1992 wurde dem Verein von der Stadt Dormagen ein Umweltschutzpreis verliehen. 

Die Vorsitzenden des Vereins waren:

bis 1962      Georg Sürth
bis 1963      Dr. J. Wagner
1963-1973  Ernst Siepen
1973-1977  Adolf Krapp
1977-1987  Dr. Nischk
1987-1994  Eckhard Staban
1994-2009  Dr. Th. Münzmay
2009-2010  Alfred Hampel (kommissarisch)
2010-2014  Matthias Menneke
2014-Heute Klaus Teuscher

Bis heute werden jedes Jahr die verschiedensten Aktivitäten wie Anglerabende, Gesellschaftsfischen, Seminare und ähnliches angeboten um den Umgang miteinander zu pflegen. Seit langen Jahren pflegt unser Angelverein eine Partnerschaft mit dem Angelsportverein Düsseldorf 1949. Außer einem regen Informationsaustausch und einigen Veranstaltungen wird von beiden Vereinen auch ein gemeinsames Gewässer partnerschaftlich bewirtschaftet, gehegt und befischt.

Darüber hinaus hat sich vor allem in den letzten Jahren eine starke Jugendgruppe gebildet die sich zum großen Teil selbstständig verwaltet und von den Jugendwarten des Vereins vorbildlich und mit viel Engagement betreut und geführt wird. Die Eltern der Kinder und Jugendlichen unterstützen den Verein in der Regel bei den Veranstaltungen der Jugendgruppe tatkräftig.

Bis zum heutigen Tage setzt sich der Sportangelverein von 1923 e.V. Bayer Dormagen – Zons mit seinen Mitgliedern dafür ein, um auch unseren Kindern und Kindeskindern einen Ort der Erholung und des Angelsports zu erhalten.

An dieser Stelle sei dafür allen Mitgliedern und im Besonderen den Vorstandsmitgliedern sowie allen Außenstehenden für ihre Mühen und Tätigkeiten für den Verein gedankt.

Besonderer Dank gilt auch dem Unternehmen Bayer, welches bis heute durch seine finanzielle Unterstützung vieles ermöglicht.